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Dienstag, 11. Februar 2014

Ruhe, Eile und Hass - ein Gedicht

Ruhe, Eile und Hass


Um dich herum eilen und laufen die Stimmen, die Menschen die sich in deine Geschichte verkeilen. Haben sie das Recht dazu? Nein, bloß du allein schreibst deine Zeilen. Du möchtest für einen Moment die Augen schließen, inne halten, deine Fantasie lässt sich nicht von dem was gerade geschieht im Zaum halten, die Gedanken fließen und sprießen als ob sie nichts Anderes zur Geltung ließen. Der Zorn, die Wut steigt in dir auf.  Ein destruktives Szenario nimmt seinen Lauf. Der Drang etwas zu zerstören lässt deinen Geisteszustand zur Gänze betören. Was sagt deine Geschichte? Was steht in deinem Pass? Wohin führt dich die Reise? Du willst doch nur ein Stück von deiner Ruhe, dem was du vielleicht einst gehabt hast zurück. Aus Liebe entsteht Hass.

Er nagt und entfesselt etwas Böses in dir, du kümmerst dich nicht länger um das was dir wichtig war oder gewesen ist, weil er langsam aber sicher an dir zehrt und deine Erinnerungen auffrisst. Jeder möchte ständig etwas von dir wissen, Menschen werden dir zu viel und arten aus in eine Last die anscheinend nur du zu tragen hast. Schon seit einer Weile belastet es dich, diese unnachgiebige Eile. Irgendwo in deinem Herzen schlägt es jedoch und pocht infernalisch und voller Glanz, das einzige das dich bei Besinnung hält in diesem schier endlosen Tanz.

Es ein Schatz. Der größte Schatz den du zu bergen hast. Weder Last noch Schmerz wird damit verbunden - die Narben die kamen sind noch lange nicht verschwunden. Es brennt in dir, und lässt dich verwandeln, in jemand Anderen ohne Herz, guter Seite oder Bedacht, es ist das Böse, das aus dir lacht. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich ein Meer aus Gefühlen und komplexen Rätseln ohne Lösung, dahinter der größte Schatz von allen, verborgen in einer schweren Truhe. Der finale Fund -

Die endlose Ruhe.

©LordofCinder

Freitag, 31. Januar 2014

Der Koffer - Ein kurzes Gedicht

Der Koffer


Alles steht auf Anfang. Was ich denke, will ich wissen, die Dinge nicht missen, die mir wichtig sind. Ich packe meine Koffer, schon lang' bevor ich geh. Ich schlüpf' in meine Schuhe und stapfe durch den Schnee.

Ich lass die Dinge an mir vorbeiziehen, sehne mich danach dem Punkt entgegenzulaufen, während andere anfangen zu fliehen oder ihre Probleme wegzusaufen. Egal wie ich es drehe, es ist da, mein Kopf, das Herz, der Mumm. Nichts lässt mich zweifeln, bestimmt richte ich mich gen Zukunft, mein Handy ist stumm.

Ich fühle mich wohl, lache und verstehe, wiege mich sicher in Gewissheit voller Wonne. Der dunkle Horizont liegt vor mir, durchbrochen von einzelnen Strahlen der Sonne.

Die Glieder werden schwer, das Ende zieht sich hin. Oder ist es erst der Anfang? Ich nehm' Platz in meinem Sitz. Mein steter Begleiter ist der volle Koffer mit all' dem Kram, ansonsten eigentlich nichts.

©LordofCinder