Music player

Posts mit dem Label Depression werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Depression werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. März 2014

Perspektiven und Geschichten um das Leben - Kapitel 5 – Die Zukunft in den Sand gesetzt?

Ich wusste also, dass etwas mit mir nicht stimmte. Dieses Geheimnis. Nun, zunächst hielt man mich augenscheinlich für dumm. Dümmer als andere Kinder. Einerseits, weil ich nicht lernte und andererseits, weil ich extrem faul war. Extrem ist nicht untertrieben. Selten war auch nur das Mindestmaß dabei. Heute weiß ich, dass ich damals unterfordert war.

Ja, es ist fast paradox. Ich begann die Semester in der Schule immer mit großem Optimismus und voller Elan. Ich fing an in schönster Form in die Hefte zu schreiben, jedoch verlor ich bald die Lust daran. Die Leistungen waren dementsprechend schlecht. Negative Noten en Masse. Ich konnte selten das tun, was mir wirklich Spaß machte. Das einzige Fach, das ich wirklich mochte war bildnerische Erziehung. Leider war mein Charakter in negativer Hinsicht omnipräsent und selbst dort stieß ich auf eher mittelmäßige Noten, obgleich mich mein Lehrer für extrem talentiert hielt. Ja, ich erinnere mich. Wir musste "halbe" Menschen ergänzen, Porträts. Meine beiden Porträts waren ein alter Herr und ein junges Kind, beinahe fotorealistisch. Das war damals das Einzige, das mir zeigte, dass ich doch nicht so unglaublich dumm war wie ich selbst hier und da angenommen hatte. Von Zeit zu Zeit schien es, als wäre mir alles egal, als wüsste ich nicht, was ich in den Sand setzte. Ich wurde stets in ein Muster gepusht und habe es wie die Pest gehasst. Aber die Zeit hat ja gezeigt, dass es besser werden kann.

Nun, nachdem Jahr für Jahr am Gymnasium verging wurde meiner Mutter und ihrem Freund wohl klar, dass ich es zu nichts brächte, obgleich ich aufsteigen konnte in die Oberstufe. Ich wechselte in eine Hauptschule (Anm. – keine schwere Schule, schließt nach diesem Jahr ab und es hat keine Oberstufe mehr. Ein Hauptschulabschluss gilt als mindestnötiger Abschluss um eine Lehre anzustreben). Dort konnte ich mich noch viel schwerer mit den Personen identifizieren, gar verstehen. Es wurde überall diskriminiert, es gab Schlägereien, eines Tages war sogar ein Bericht von einem Jungen, welcher einen anderen mit einem Messer bedroht hatte in einer Tageszeitung. Diese Zeit..ich verlor jegliche Umgangsform, jedoch schloss ich das Jahr einigermaßen passabel ab und mühte mich zum Teil sogar darum nicht der mieseste Schüler zu sein. Kurz, ich wusste nicht wo ich hin soll.

Ich bewarb mich also um Lehrstellen. Es war lächerlich, wie ich die Schriftstücke verfasst habe. Heute greife ich mir zigmal an den Kopf und denke mir – als Person, welche alle Normen perfekt beherrscht – was ich bloß für Bullshit im Kopf gehabt habe. Mir war wirklich alles egal geworden. Zusätzlich zu der Situation, dass ich keine Passionen hatte, brachte meine Mutter auch beinahe Jahr um Jahr ein Kind zur Welt. Die Belastung wuchs also. Zu meinem Glück bekam ich bald eine Zusage von einem großen System-Gastronomen, welcher global vorhanden ist. Jeder kennt ihn und hat sicherlich schon einmal dort gespeist. In den Staaten hat er sicherlich nicht mehr den besten Ruf.

Also, der letzte Sommer bevor ich zu arbeiten beginnen sollte. Ich kann mich nicht mehr groß daran erinnern, was ich tat. Ich war zu Hause und half meiner Mutter, welche schwanger war, denke ich. Ansonsten gab es viel Hausarbeit. Der Rasen musste gemäht werden, die Kinder versorgt, usw. In diesem Sommer war ich bei meinem Vater, denke ich. Sogar für lange Zeit. Lang in dem Zusammenhang, dass ich immer nur eine Woche bei ihm verbringen konnte und es damals an die 10 Tage waren. Wertvolle Zeit, die ich sicher nicht vergessen werde. Das war ein Refugium, in welches ich flüchten konnte. Der Heimflug war stets mit Trauer verbunden, Tränen flossen und ich war lange Zeit extrem verbittert. Mich zu reparieren vermochte damals niemand. Eine Freundin hätte für mein Alter – ich war damals gerade 17 – eigentlich normal sein sollen. So wie ich aussah, konnte ich nur davon träumen.

Mir blieb wenig Zeit, bis die Arbeit beginnen sollte. Eine Lehre also. Ich staunte nicht schlecht, als man mir sagte, dass ich künftig an jedem Wochentag arbeiten würde und dementsprechend wenig Freizeit haben werde. Ich freute mich sehr, als ich nach einer Woche der Mühe meinen ersten Lohn erhielt. Knappe € 600. Für mich sehr viel Geld, da ich sonst relativ wenig Taschengeld bekam. Die Kehrseite davon war, dass ich zuhause € 150 davon abgeben musste um Lebenskosten mitabzudecken. Und das immerhin ein Jahr lang. Genausolang, wie ich in der Lehre blieb. Die Zeit verging und ich lernte mit der Situation umzugehen. Sogar ein Mädchen lernte ich kennen, welches Interesse an mir hatte. Das war das erste Mal als ich erfuhr wie es sich anfühlte begehrt zu werden. Dieses Mädchen war unglücklich schwanger geworden und hatte wundervolle blaue Reh-Augen und eine zuckersüße Stimme. Lang hielt das Schöne nicht an. Sie sagte mir bald, dass sie von einem Typen schwanger sei und sie mich nicht mehr sehen könnte. Ich wollte damals natürlich nicht begreifen, was geschah. Traurig und deprimiert verzog ich mich in mein Schneckenhaus, so wie ich es heute noch manchmal tu. Was ich mir damals bloß gedacht habe, wo mich dieses Leben hinbrächte. Es war zum Kotzen. Keine Zukunft, keine Perspektive. Sollte ich mein Leben so verbringen?

Ich wusste, dass sich etwas ändern muss.

Montag, 3. März 2014

Perspektiven und Geschichten um das Leben - Kapitel 4 - Fragmente und "die Anderen"

Wie schon erwähnt war ich ein äußerst manipulatives Kind mit einem wirklich hässlichen Charakter. Sicher, ich erfreute mich an denselben Dingen wie gleichaltrige, bloß habe ich es damals sogar genossen zu sehen, wie Menschen für mich huschten. Ich war ein undankbares Kind. Müsste ich heute von mir sprechen würde ich wirklich keiner Mutter so ein unliebsames Kind wünschen. Ich heulte damals wegen jeder Kleinigkeit und jedem Müll. Es war so lächerlich.

Das Kontroverse, fast Paradoxe daran war, dass mein damals bester Freund aus einer streng gläubigen Familie kam. Dies heißt aber nicht, dass sie erzkonservativ waren. Eher modern, dennoch in ihren Ansichten eines religiösen Fundaments kundig, äußerst freundlich und weltoffen. Eine Familie, die man sich wünscht, wie aus dem Bilderbuch. Es funktioniert, Vater, Mutter und das Kind..alle glücklich, Tag um Tag. Sicher, die Probleme waren da. Dennoch, unscheinbar. Also, zurück zum Wesentlichen. Die Familie war sehr sparsam veranlagt –was wahrscheinlich auch auf den Glauben zurückzuführen ist oder war – und ich verstand damals die Ansichten meines Freundes nicht. Damals kam eine unglaublich vernünftige Aussage nach der anderen, finanziell betrachtet. Und das von einem 7-jährigen.

Ich bin dankbar für die Zeit, blicke mit Freuden darauf zurück. Oft verbrachten wir Tag um Tag miteinander, spielten mit Lego, sahen uns endlos oft die Star-Wars-Filme an, debattierten darüber was geschehen würde, wenn dies und jenes in der Welt geschähe. In unmittelbarer Nähe des Hauses gab es einen Wald und große Weiden in denen wir oft umherstreiften. Die Gemeinde, in welcher wir lebten, veranstaltete von Jahr zu Jahr einen Wandertag für die Bewohner. Obwohl wir die Routen kannten und die Wege uns bewusst waren, hatten wir es einst geschafft uns hoffnungslos zu verirren. Plötzlich war der Mut der beiden 9- und 10- jährigen Jungs gebrochen und es flossen Rotz und Wasser in Strömen. Die Erinnerungen sind unbezahlbar. Schlussendlich schafften wir es einen Bauernhof zu erreichen und, dass uns ein Jungbauer nach Hause brachte. Mir ist bis heute schleierhaft wie es möglich war, dass wir mehrere Kilometer (!) weit vom Weg abgekommen sind.
Nach dieser Zeit herrschte eine gewisse Dauer lang dann unangenehme Stille zwischen uns.

Also, zurück zum Kind das sich entwickeln sollte. Ich habe damals viel darauf geschoben, dass mein Vater nicht da war, es mir halt gefehlt hat. Es war einfach immer das Wissen da, dass da eigentlich (wie ich dieses Wort hasse!) jemand sein sollte. Oft habe ich nachts im Bett gelegen und Kassetten gehört. Winnie the Pooh, Rugrats, Film-Soundtracks und mehr. Es gab selten eine Nacht in der ich nicht überlegte, wie Dinge wären wenn jemand da wäre der sich irgendwo Zeit nimmt oder nehmen würde, quasi eine Funktion ersetzt. In diesen Nächten weinte ich so lange und verbittert. Ich glaube, dass es meinen Charakter geformt hat. Heute bin ich äußerst empathisch geworden.

Wie dem auch sei. Schlussendlich wurde es für mich Zeit eine andere Schule zu besuchen. Meine Mutter hatte ihren Job damals gekündigt, soweit ich mich erinnern kann und hatte von Zeit zu Zeit Männer zu Besuch. Oft waren da sehr amüsante dabei die versucht haben mit mir ein „Auskommen“ zu finden. Eher, mich zu erheitern und zu zeigen, dass sie freundlich sind.
Ich war damals schon ein Kind, das sich über alles viel zu viel Gedanken gemacht hat. Ich meine, wirklich schon krankhaft. Ich war immer verbittert, dass meine Mutter jetzt weniger Zeit für mich hatte. Es war pure Eifersucht, denke ich. Die Erinnerungen daran sind eher mager.
Zu einem späteren Zeitpunkt dann war es an der Zeit wieder zur Schule zu gehen. Bei uns im Ort natürlich. Also, eine Marktgemeinde mit vielen Familien die schon lange hier wohnten, andererseits neu zugezogene Bewohner aus Graz, da das Dorf viele Möglichkeiten bat und sich insbesondere wirtschaftlich gesehen bis heute, gut entwickelt hat. Mir fehlten die altbekannten Gesichter.

Wie schon erwähnt, wusste ich, dass ich ein schlechter Schüler sei. Und es stimmt. Ich meine, dass ich sehr wohl wusste, dass es kein Schweres war wie all‘ diese Streber zu glänzen. Wie ich diese Mentalität gehasst habe. Und immer belächelt zu werden, dass man dümmer als der Rest sei. Ich sage es so – hätte ich wollen, wäre ich besser als der Rest gewesen. Nein, im Ernst. Ich hatte bloß absolut keine Lust und keinen Anreiz dazu gut zu sein. Ich wusste, wenn ich mit irgendwas gelockt würde, wäre es eine Lüge oder bin zumindest davon ausgegangen.


Heute weiß ich, dass ich damals vielleicht einen Psychologen bzw. Psychiater mit meiner Mutter hätte aufsuchen sollen. Kein Wunder, dass ich mich damals so isoliert habe. Die Schäden reichen bis heute, werden mich mein Leben lang begleiten. Viele Personen die mir nahestehen, wissen nichts davon. Es ist ein dunkles Geheimnis das mich innerlich irgendwann zerfressen wird. 

Sonntag, 2. März 2014

Perspektiven und Geschichten um das Leben - Kapitel 3 - Das verzogene Kind

Vor ein paar Tagen erst hatte ich mit einer guten Freundin über die Vergangenheit geschrieben und mir schossen plötzlich die verschiedensten Dinge durch den Kopf. Dinge, die ich längst vergessen hatte oder gar verdrängt. Es ist schon seltsam, wie Manches mit der Zeit mehr und mehr Sinn ergibt, aus der richtigen Perspektive versteht sich. 

Ich war ein richtig verzogenes Kind, müsste ich mich selbst heute beurteilen. Ich war extrem verwöhnt was das Essen im Allgemeinen betrifft, habe hier und da Menschen belogen und damals sogar manipuliert und doch irgendwo ein schlechtes Gewissen gehabt. Ich war auch ein äußerst gieriges Kind das alles haben wollte und meistens auch bekam. Heute würde ich mich gerne bei einigen Menschen dafür entschuldigen, könnte ich. Mein Charakter war furchtbar, richtig asozial zum Teil. Das alles sollte sich aber ändern. 

In der Zeit in der ich bei meinen Großeltern lebte, war ein ein konzentrierter Lerner, wenn man das so nennen kann. Oft waren es Stunden die ich mit meinem Großvater am Tisch saß und lernte. Damals natürlich bei weitem nicht so viel wie heute vielleicht, aber dennoch extrem viel. Ich wusste auch für mein Alter mehr als die meisten Kinder. Ich konnte Politiker zweier großer österreichischer Parteien nennen, wer auf den Geldscheinen -damals noch Schilling- war, wusste um die Geschichte des Landes bestens bescheid und und und..ich weiß nicht ob das typisch für ein Kind war, aber wahrscheinlich auch der Grund warum ich kaum Freunde hatte zu der Zeit. 

Irgendwann begann dann die Zeit, in der man mehr für die Schule tun musste. Geschickt verschwieg ich meiner Großmutter alles Mögliche an Schulaufgaben und was es sonst noch gab. In der Schule selbst hatte ich die kreativsten Ausreden in petto. Ich habe die Aufgabe daheim vergessen, ich war nicht da und habe keine Telefonnummer von einem Klassenkollegen, wie konnte ich wissen was auf war, da war ich gerade auf der Toilette. Träfe mich heute jemand und führte ich mit besagter Person eine Konversation würde sie wahrscheinlich nicht denken, dass ich einst so war. Ich glaube, dass sich zu jener Zeit mein Charakter bloß noch zum Schlechteren entwickelt hatte.


Donnerstag, 27. Februar 2014

Perspektiven und Geschichten um das Leben - Kapitel 2 - Der Übergang und die neue Umgebung



Wie schon erwähnt, die Erinnerungen an die ersten Lebensjahre sind sehr gering, bzw. nicht vorhanden. Und ehrlich gesagt, weiß ich nicht weshalb. Es sollte doch etwas da sein. Woran ich mich jedoch erinnern kann und das mit Freuden – eines meiner lieb gewordenen Dinge in meiner Kindheit war mein erster Gameboy.

Ein Gameboy Color mit dem Spiel Wario World. Irgendwann bekam ich dann Pokemon und konnte noch nicht lesen, was das Spiel um Einiges schwerer machte für mich. Nach kurzer Zeit bekam ich dann von meinem Vater eines meiner Lieblingsspiele geschenkt „The Legend of Zelda – Links Awakening“.

Wie ich dieses Spiel geliebt habe. Es gab so viel Schönes zu erforschen und teilweise brauchte es Ewigkeiten um einen Fortschritt zu erreichen. Die Rätsel waren knifflig damals und es gab keine Tutorials oder Ähnliches.

Zu der Zeit waren wir bereits getrennt lebend von meinem Vater. Also, bloß meine Mutter und ich. Manches Mal fuhren wir bloß eine Ewigkeit mit dem Auto in der Gegend herum und ich spielte mit dem Gameboy. Stundenlang oft, bis die Batterien leer waren. Meine Mutter gab sich große Mühe immer das zu machen, was ich auch wollte. Wir waren oftmals bei McDonalds nur um die Spielzeuge im Happy Meal zu sammeln. Irgendwann begann dann die Zeit, als sie weit außerhalb unseres Wohnorts arbeiten musste. Damals verstand ich nicht weshalb. Also, war ich künftig bei meinen Großeltern und an den Wochenenden bei meiner Mutter.

Es ist schwer sich zu erinnern und die ganzen Fragmente zu einen, aber ich glaube, dass es damals der letzte Sommer war, in welchem ich für längere Zeit bei meiner Mutter war. Es gab so eine Art „Camp“ welches ich Tag für Tag besuchte und von dort nach Hause geführt wurde. Dort lernte ich einen guten Freund kennen. Wir wurden sogar beste Freunde mit der Zeit. Wir spielten dieselben Videospiele, uns interessierten dieselben Themen und wir hatten eine riesige Sammlung an Lego.

Als der Herbst dann begonnen hatte, bzw. der Sommer vorüber war, begann ich bei meinen Großeltern unter der Woche zu sein. Ich lernte damals sehr rasch viele verschiedene Menschen kennen von denen ich heute bloß noch wenige wirklich kenne und Kontakt zu ihnen habe. Die Ironie an dem Ganzen ist, dass der Großteil von den Menschen, von denen ich weiß was sie tun, noch immer in ihrem Heimatort leben, sich nicht groß verändert haben.

Die Volksschule damals war ein Grauen. Es galt Aufgaben zu machen, sich einem System zu fügen, welches mich nicht im Geringsten interessierte usw. Zu der Zeit entstand dann auch der ganze Hype um Pokémon und das Sammeln von Stickern, Sammelkarten und ähnlicher Dinge.


Ich konnte sogar von der Schule zu Fuß heimgehen, da der Weg extrem kurz war. Jedoch brauchte ich oft eine Ewigkeit, da mit den Schulkollegen noch Unfug getrieben wurde. Der Hauptgrund zu einer bestimmten Zeit zu gehen war damals entweder, dass sich meine Großmutter sorgte oder Pokémon im Fernsehen nicht zu verpassen. 

Mittwoch, 26. Februar 2014

Perspektiven und Geschichten um das Leben - Kapitel 1 - Das Kind und die fehlenden Erinnerungen

Ich kann mich noch genau erinnern. An jedes Detail. Richtig, ich kann mich daran erinnern, dass ich keine Erinnerungen mehr an meine frühe Kindheit habe. Im Ernst, ich wüsste nicht, was ich in den ersten sechs Jahren meines Lebens getan habe.

Sicher, es gibt Bilder, Fotoalben auf dem Dachboden der Großeltern und wahrscheinlich auch im Archiv der Mutter. Ich weiß nicht, ob mich das traurig oder nachdenklich stimmen soll. Vielleicht ist es einfach zu akzeptieren. Jetzt ist es doch zu spät, denke ich.

Ich meine, ja, es gibt schon Erinnerungen direkt danach. Also, wo beginne ich?

Ich weiß noch, als die Familie aus Mutter, Vater und mir, dem Kind bestanden hat. Wir wohnten sehr weit von einander getrennt, jedoch in angrenzenden Ländern im mitteleuropäischen Raum. Irgendwann, ich weiß wirklich nicht mehr genau wie es war, meinte meine Mutter, dass es jetzt anders würde, dass wir uns nicht mehr so oft sehen, hier auf diesem Platz stünden und auf ihn warten.

Wir haben am Parkplatz des Firmengebäudes gestanden, in welchem mein Vater seine Arbeit hatte. Es war streng. Es gab einen Portier und eine Richtlinie, dass nur befugte Personen das Bauwerk betreten durften. Ich hatte damals so eine Art Sprungfeder aus einem seltsamen Material und ließ sie so hoch springen, dass sie im Baum hängen blieb, was mich doch sehr traurig stimmte. Mein Vater wollte sie mir wieder holen. Irgendwann fiel sie von selbst wieder herunter, was mich sehr glücklich gemacht hat. Das war Besonders für mich. Schon lustig, wie man sich über so eine Kleinigkeit als Kind freut.

Damals ahnte ich nicht, welche Kreise das Ganze zieht und wie es sich auf mein Leben auswirken sollte. Ich hatte ja keine Ahnung, was noch alles passieren würde. Klar, man kann nicht voraussagen was sein wird. Aber die Zeit, manchmal wünsche ich sie mir zurück. Ich habe oft noch den Geruch des Autos in der Nase, der Duft vom Laub der wenigen Bäume, welche dort auf Firmengelände standen.

Es war so eine wundervolle Zeit in der die größte Sorge darin bestand, dass keine Zeit mehr zum "Herumblödeln" am Abend übrig war oder es "ekliges Essen" gab.


Perspektiven und Geschichten um das Leben - Prolog

Perspektiven und Geschichten um das Leben - Prolog


Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Personen bedanken, die mein Leben geprägt haben. Die mich einerseits mit schönen Dingen konfrontiert, jedoch auch mit den schlimmsten Erfahrungen bekannt gemacht haben. Ich denke mir, dass ich dadurch als Person gereift, gewachsen bin. Ich durfte schon so viel sehen und kann von mir sagen, bzw. von dieser Geschichte, dass sie sicherlich dem ein oder anderen Leser in Gedanken rufen wird, was einst war oder gegenwärtig ist.

Das Ziel, der Sinn der Geschichte ist eher profan. Aber das wird der Leser sicherlich bald feststellen. 

Viel Spaß mit dieser Geschichte. 


- LordOfCinder

Sonntag, 23. Februar 2014

Die Angst vor der Angst

Jeder kennt dieses Gefühl. Dieses hässliche Gefühl, das einen von Zeit zu Zeit versucht zu beschleichen. Wenn man weiß, dass grundsätzlich alles gut läuft und dennoch scheint in naher Zukunft irgendwas Problematisches zu erscheinen. Ich habe wenig Angst vor den Dingen, ich bin bloß äußerst bedacht und vorsichtig. Deshalb traue ich den wenigsten Menschen. Klar, aus der Vergangenheit lernt man und schmiedet vielleicht unterbewusst Instinkte und Vorahnungen.

Also, was wollte ich schreiben? Genau, die Angst vor der Angst. So nenne ich das. Eigentlich extrem gestört, da man diese Art und Weise unendlich erweitern kann, sprich - 

Die Angst vor der ängstlichen Art, Angst vor etwas non-Existentem zu haben. Krank, oder?

Nein, so cool ist keiner von uns. Dass man überhaupt Gedanken daran verschwendet ist doch schon Bullshit. Ernsthaft, wieso?

Ich weiß, dass das gerade nicht passt, aber ich habe gelesen, dass man telepathische Kräfte entwickeln kann und durch reine Konzentration Einfluss auf das Umfeld ausüben kann. Vielleicht werden wir unterbewusst von solchen Personen manipuliert? Vielleicht ist es auch der Einfluss von etwas Fiktivem. Quasi, ein Charakter aus einem Buch, ein Antagonist eines Videogames, die Dunkelheit, die jeder von uns inne hat.

Pffff..Ich sollte den Blog umbenennen in "Philosophie 101".

Und morgen ist schon wieder Montag. Die Zeit rast.


Dienstag, 11. Februar 2014

Ruhe, Eile und Hass - ein Gedicht

Ruhe, Eile und Hass


Um dich herum eilen und laufen die Stimmen, die Menschen die sich in deine Geschichte verkeilen. Haben sie das Recht dazu? Nein, bloß du allein schreibst deine Zeilen. Du möchtest für einen Moment die Augen schließen, inne halten, deine Fantasie lässt sich nicht von dem was gerade geschieht im Zaum halten, die Gedanken fließen und sprießen als ob sie nichts Anderes zur Geltung ließen. Der Zorn, die Wut steigt in dir auf.  Ein destruktives Szenario nimmt seinen Lauf. Der Drang etwas zu zerstören lässt deinen Geisteszustand zur Gänze betören. Was sagt deine Geschichte? Was steht in deinem Pass? Wohin führt dich die Reise? Du willst doch nur ein Stück von deiner Ruhe, dem was du vielleicht einst gehabt hast zurück. Aus Liebe entsteht Hass.

Er nagt und entfesselt etwas Böses in dir, du kümmerst dich nicht länger um das was dir wichtig war oder gewesen ist, weil er langsam aber sicher an dir zehrt und deine Erinnerungen auffrisst. Jeder möchte ständig etwas von dir wissen, Menschen werden dir zu viel und arten aus in eine Last die anscheinend nur du zu tragen hast. Schon seit einer Weile belastet es dich, diese unnachgiebige Eile. Irgendwo in deinem Herzen schlägt es jedoch und pocht infernalisch und voller Glanz, das einzige das dich bei Besinnung hält in diesem schier endlosen Tanz.

Es ein Schatz. Der größte Schatz den du zu bergen hast. Weder Last noch Schmerz wird damit verbunden - die Narben die kamen sind noch lange nicht verschwunden. Es brennt in dir, und lässt dich verwandeln, in jemand Anderen ohne Herz, guter Seite oder Bedacht, es ist das Böse, das aus dir lacht. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich ein Meer aus Gefühlen und komplexen Rätseln ohne Lösung, dahinter der größte Schatz von allen, verborgen in einer schweren Truhe. Der finale Fund -

Die endlose Ruhe.

©LordofCinder

Sonntag, 2. Februar 2014

Die Morgendämmerung - Ein Gedicht

Die Morgendämmerung


Auf den Straßen der Stadt beginnt das Eis zu schmelzen während sich die Bürosklaven langsam aus den Betten wälzen. Ein neuer Tag bricht herein, es liegt ein angenehmer Duft von Frische in der Luft. Am Horizont vermischt sich Rot, Orange und Gold sodass, ein Spiel aus Farben entsteht, dass sich langsam über die Schwärze der Nacht legt. 

Das Gefühl des Aufstehens totgeschwiegen, den Gedanken verschwendend an das Lieben am Morgen, die Erinnerung an den Süden, an die Blessuren die dir deren lästigen Besuch schwuren. Die Angst zu scheitern wirft dich zurück, daran zu denken was war, was kann, was ist, es lässt dich zittern und zerfrisst dich heute noch Stück für Stück.

Du erwachst in deinem Bett, alles bloß ein böser Traum. Jeder Morgen eine neue Chance für deine Hoffnung und dem Wissen, dass du glücklich bist, denn nur du selbst schaffst die Balance. Du wirst nie den Mut verlieren, egal was passiert in dieser Welt, du bist nie auf dich allein gestellt. 

Die Morgendämmerung bricht herein, Kaffee macht dich langsam wach. Langsam besinnst du dich, dass es keinen Grund gibt Ängste zu schüren, geschweige denn dein Leben danach zu führen. 

Mit einem Lächeln verlässt du das Haus, blickst in den Horizont hinaus und fühlst dich wohl, geborgen und weißt, alles bloß überflüssige Sorgen.

©LordofCinder

Freitag, 31. Januar 2014

Der Koffer - Ein kurzes Gedicht

Der Koffer


Alles steht auf Anfang. Was ich denke, will ich wissen, die Dinge nicht missen, die mir wichtig sind. Ich packe meine Koffer, schon lang' bevor ich geh. Ich schlüpf' in meine Schuhe und stapfe durch den Schnee.

Ich lass die Dinge an mir vorbeiziehen, sehne mich danach dem Punkt entgegenzulaufen, während andere anfangen zu fliehen oder ihre Probleme wegzusaufen. Egal wie ich es drehe, es ist da, mein Kopf, das Herz, der Mumm. Nichts lässt mich zweifeln, bestimmt richte ich mich gen Zukunft, mein Handy ist stumm.

Ich fühle mich wohl, lache und verstehe, wiege mich sicher in Gewissheit voller Wonne. Der dunkle Horizont liegt vor mir, durchbrochen von einzelnen Strahlen der Sonne.

Die Glieder werden schwer, das Ende zieht sich hin. Oder ist es erst der Anfang? Ich nehm' Platz in meinem Sitz. Mein steter Begleiter ist der volle Koffer mit all' dem Kram, ansonsten eigentlich nichts.

©LordofCinder

Mittwoch, 29. Januar 2014

Weit weg

Ich will weg von diesem Trott


Jeder kennt dieses Gefühl, wenn es einfach zu viel wird. Wenn man sich denkt, dass jeder Mensch um dich herum dazu beiträgt, dass du bloß noch weg willst. Natürlich ist das nur von Zeit zu Zeit so, es sollte wirklich kein dauerhafter Zustand sein. Oder? Was ist so falsch daran, sich ein anderes Leben zu wünschen? Vielleicht es es der Ansporn um den Motor am Laufen zu halten, sich selbst zu motivieren, dass man sein Leben eine bestimmte Richtung einschlagen lässt.

Ich möchte weg. Ferne Länder bereisen, mir Kulturen und Städte ansehen, frei von jedem Verlangen auf einen bestimmten Menschen angewiesen zu sein. 

Okay, ich sehne mich vielleicht nach einem Menschen. Aber nach einem, der da ist und mit dem es zu 100 % funktionieren würde. Ich hasse emotionalen Druck. Das ist der Faktor, der mich alles aufgeben lässt. Wenn es soweit kommt, will ich am liebsten ausrasten, alles hinwerfen und mich isolieren, sodass mich jeder Mensch mit seinen dämlichen Problemen alleine lässt. Wenn ich einen Menschen an meiner Seite akzeptieren würde, wäre ich extrem selektiv. Ich will die Person dann bei mir wissen, mit ihr Pokémon zocken, sie muss mich zum Lachen bringen, aber am wichtigsten, einfach da sein. Doch im Moment, fühle ich mich einfach zu weit weg um überhaupt darüber nachzudenken. 

Ich hab in letzter Zeit Alpträume gehabt. Teilweise wirklich verschreckende Dinge bei denen ich an meinem Verstand zweifle. Horrorszenarien, die mich immer "allein" am Ende dastehen ließen. 

Ist es eine Metapher für all dies, was noch vor mir liegt? Vielleicht.


Es kann natürlich auch sein, dass ich mich einsam fühle und aus Stolz heraus alles ignoriere. Seltsam für einen Menschen, der sonst so logisch handelt. 

Ich wünschte, dass es jemanden gäbe der mich verstünde.

Dienstag, 21. Januar 2014

Was ist das Empfinden von "Glück"?

Was ist das Empfinden von "Glück"? 


Ich könnte jetzt natürlich...


..einen Vorgang im Körper beschreiben. Hormone und der ganze Schrott. Aber was ich mir denke, persönlich, was das Empfinden von Glück betrifft, ist jeder Mensch komplett unterschiedlich. Für die einen Personen, ist es etwa zu wissen, dass man finanziell abgesichert ist. Für Kinder oftmals nur eine Kleinigkeit. Ich glaube, dass sich jeder Mensch in der westlichen Welt glücklich schätzen kann. Aber ich spreche nicht vom Glück im allgemeinen Sinn, sondern vielmehr von diesen Gefühlen....vielleicht von Dingen, wie der ersten Liebe, dem Erreichen eines Ziels, der persönlichen Verwirklichung.

Wenn ich sehe, dass ich Menschen glücklich machen kann, bin ich selbst glücklich. Was in mir das Gefühl auslöst...ich kann es schwer sagen. Ich bin im Moment "alleine". Und naja, eine sehr gute Freundin, welche großen Respekt meinerseits erfährt und für die ich so Einiges täte, meinte heute, dass, wenn ich warte das Glück sicher zu mir käme, dass sie ein Gefühl  habe, dass es passieren wird.

Was mich aber wirklich jedes Mal mit Glück erfüllt, egal wie schlecht es mir gerade geht, es löst sogar eine Gänsehaut aus, ist Kingdom Hearts. 

Es ist ein Videospiel, in welchem ich oft Zuflucht fand, als es mir schlecht ging. Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird ist einfach unglaublich.

Worum es geht? Nun, es ist die Geschichte eines Jungen, der der Schlüssel zum Gleichgewicht zwischen "Licht", "Dunkelheit" und dem "Nichts" ist. Mehr möchte ich nicht sagen.

Jedes Mal, jedes einzelne Mal, wenn ich die Musik aus diesem Trailer höre, jagt es mir einen Schauer über den Rücken, das Lächeln kommt zum Vorschein und ich fühle mich einfach, wenn auch nur für den Moment, einfach besser.


In diesem Sinne hoffe ich, dass jeder Leser irgendetwas hat, eine Zuflucht, einen Menschen, eine Sache, die ihn oder sie für einen Moment besser fühlen lässt.

Viel Spaß noch :3